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25. Oktober 2012

"Du kannst doch nicht zulassen das ihm nie etwas passiert, dann passiert ihm doch nie etwas!"

Ein nerviges Geräusch rüttelt mich aus dem Schlaf. Ich öffne die Augen. Es ist dunkel. Und ich bin immer noch müde, will weiterschlafen. Doch mir wird bewusst das dieses nervige Geräusch mein Handy ist. Scheiße, es ist immer noch kein Wochenende. Was ist gestern passiert ? Darf ich mich gut fühlen oder ist etwas passiert, das mich traurig gemacht hat ? Während ich versuche mich daran zu erinnern, schalte ich den Wecker aus und genieße es, dass ich noch im Bett liege. Am liebsten würde ich es ignorieren, einfach mal zu Hause bleiben und richtig ausschlafen. Jeden Morgen ist es dasselbe, nur das am Tag zuvor etwas passiert ist oder auch nicht. Es kann etwas trauriges sein, mit den man sich am nächsten Tag und an den darauffolgenden Tagen auseinander setzen muss. Oder es kann eine Entscheidung sein, die man getroffen hat. Mir kommt der vergangene Abend vor wie ein Traum. Es sind viele Tränen geflossen, wir haben uns viel erzählt und ich bin dir echt dankbar, dass du für mich da bist. Ich weiß, dass ich es durchziehen möchte, auch wenn es ein langer und schwerer Weg ist. Am letzten Abend habe ich den ersten Schritt gemacht. Ich will es und ich werde nicht davor wegrennen, ich werde nicht weiterhin alles in mich hineinfressen. Ich werde nicht zulassen, dass es mich auffrisst. Irgendwann könnte es zu spät dafür sein, ich will es jetzt aus mich raus lassen, es auskotzen, all das. Ich zwinge mich auf die Beine zu kommen und das Licht anzuschalten. Sofort blendet es mich, sodass ich meine Augen zukneifen muss. Langsam finde ich zurück in den Alltag, ich weiß welcher Tag heute ist und dass heute sowieso nichts wichtiges anstehen wird. 

23. Oktober 2012

Du hast eine Tochter, die absolut und felsenfest davon überzeugt ist, dass du sie hasst!  
Ich mein, sie versucht Kontakt aufzunehmen, sie spricht..Aber was machst du? 
Du hörst ihr nicht zu..  Weshalb bist du so Desinteressiert !? 
Ich kann dich nicht sehen, jedoch hab ich immer wieder dasselbe Bild im Kopf bei der Frage, wieso du nicht dein verdammtes Handy nimmst und mich einmal anrufst. Ein einziges Mal, mehr will ich doch gar nicht.
Du sitzt in deiner Halle, in der mit der hohen Decke, wo Regale stehen, die du wahrscheinlich selbst gebaut hast. In den Regalen sind Nägel, Mütter, Schrauben und eine große Menge an Werkzeugen. So warst du schon immer, musstest immer an etwas basteln, bauen oder schrauben. Doch in diesem Moment berührst du keines dieser Dinge. Du sitzt auf einen schäbigen Stuhl, der Jahre dort herum steht und mehrere Löcher hat. Du hast dir auf dem kleinen Schrank Platz geschaffen, der früher in meinem Zimmer stand. Wo ich all meine Spielsachen verstaute. Jetzt ist er eine Ablage für ein oder zwei Bierflaschen und die Zigarren, die dir deine Freundin mitbringt. Du sitzt dort, denkst über Dinge nach. Dinge, die du tun könntest um die Firma zu verbessern oder irgendwas das du neues Bauen könntest. Du zerbrichst dir den Kopf, mit der Zigarre in der Hand. Ziehst einmal daran, lässt es tief in deine Lunge eindringen um es dann wieder auszuatmen. Wie oft durfte ich diesen Qualm einatmen, als du mich am späten Abend in deine Halle oder auch in unsere Küche geholt hast und mit mir über deine neuen Ideen und die Pläne, die sich daraus entwickelten geredet hast. Ich weiß nicht mehr viel von dem was du mir dort erzähltest. Ich war vielleicht noch nicht alt genug um das alles zu verstehen, was du vor hattest. Ich hab dir zugeguckt, wie du aus deinem Bier trankst. Manchmal durfte ich auch einen Schluck probieren, dachte mir, warum nicht, war ja nur ein Schluck, obwohl ich vielleicht gerade mal 10 Jahre alt war. In meiner Nase tobte der Geruch dieser alten Halle, vermischt mit dem Geruch deiner Zigarre. Ich sehe dich da sitzen, noch immer. Vielleicht liegen noch ein Stift und ein Heft auf den kleinen Schrank, in welchem du deine neuen Erkenntnisse reinschreibst. Ich musste mich immer bemühen um deine Schrift lesen zu können. Auch hast du dich oft darüber beschwert, dass du ja nicht mehr so viele Haare auf deinen Kopf hast. Du sagtest immer, ich hätte sie dir geklaut so groß wie mein Vermögen an Haaren war. Ich weiß nicht wer grade neben dir sitzt, an der Stelle an der ich sonst gesessen hatte. Vermutlich niemand. Du hast kein Problem damit alleine zu sein. Es ist schon längst dunkel. Du wirst nicht zum Handy greifen, jedenfalls nicht, um meine Nummer zu wählen. Irgendwann wirst du die Zigarre an deinem Aschenbecher abtupfen, den letzten Tropfen deines Biers austrinken und ins Haus gehen. An diesen Abend wird mein Handy nicht mehr deinetwegen klingeln. 

22. Oktober 2012

Als kleines Kind baute ich gerne Sandburgen am Strand. Ich nahm die ganze Modderpampe und kleckste sie immer wieder auf die Sandburg. Sie wurde größer und größer. Es machte mir Spaß sie zu bauen, doch irgendwann erreichten die Wellen, die das Meer ausspuckte meine Sandburg. Immer mehr Sand entrinnte doch mir machte das nichts aus und ich versuchte sie wieder ganz zu machen. Irgendwann kam eine große Welle, die meine Sandburg verschlang. Einfach so mit all meiner Arbeit. Vielleicht war ich einen Moment lang traurig, doch im nächsten Moment nahm ich einfach neuen Sand und fing an eine neue Sandburg zu bauen, die größer und schöner war als meine erste. Ich wusste, dass sie nicht für immer hier stehen bleiben würde, dass andere Kinder sie kaputt machen würden oder erneut eine Welle kam die sie wegspülte, das hielt mich allerdings nicht davon ab sie zu bauen.

21. Oktober 2012

When I see your face there's not a thing that I would change cause you're amazing just the way you are.

Immer wenn ich in deine Augen blicke, habe ich dieses Kribbeln im Bauch. Dieses Kribbeln, was ich nicht beschreiben kann. Es macht mich glücklich und ich weiß, dass ich dir blind vertrauen kann. Es ist so unbeschreiblich schön und wenn du mich dann noch auf diese Art angrinst, so wie du es immer tust, weiß ich dass du der Mensch bist, den ich nicht mehr loslassen möchte und den ich all meine Liebe geben möchte, ich liebe dich. ♥